Schwerpunkt der Medienkonferenz 2023 vom Zürcher Filmfestival ist der Schauspielerstreik.150’000 Mitarbeiter streiken in Hollywood, keine Gespräche mit Studios, keine Promotion mehr. Es ist schwierig, Jurymitglieder zu finden und Filme zeigen zu können. Zur Ursache des Streiks fällt kein Wort. Offenbar führten aber miserable Löhne dazu sowie Zukunftsängste, weil die künstliche Intelligenz Arbeiten übernehmen wird und gewisse bereits übernimmt. Diese Herausforderungen dürften Thema sein, jedoch wird es sicherlich kein Panel dazu geben.
Ihre Arbeit können sich die Macher des ZFF dennoch ans Revers heften. Denn die Drahtzieher sichten 3000 Filme, wovon schliesslich 52 Erstlingswerke ausgewählt werden. 100 Regisseure sind am Zürcher Filmfestival zu Gast. Filme, die am ZFF gezeigt werden, sind Anwärter für spätere Oscar Preisträger, und 85 Prozent aller Kosten werden durch Sponsoring gedeckt. Ein schaler Nachgeschmack bleibt hingegen, CHF 70.– kostet die Akkreditierung, ich verzichte darauf.
Andererseits veröffentlichten wir aufgrund der Medienkonferenz drei Filme auf unseren Länderseiten und fragten die Regisseure um ein Treffen an. Dazu kam es nicht.
Nun ist das Zürich Filmfestival 2023 beendet, ich bin von dessen letzten Anlass heimgekehrt. Selbstverständlich gäbe es anlässlich des Festivals viele weitere kulturelle Beiträge zu verfassen.
Mögen Sie sich vom Festival nach Lust und Laune positiv überraschen lassen, oder schreiben Sie uns nach Herzenslust zu einem dieser Filme? Wir würden uns jedenfalls darüber freuen.
Am letzten Tag des ZFF habe ich Passanten angesprochen; Einheimische, Künstler, Touristen, Mitarbeitende. Fragen gestellt habe ich lediglich Einheimischen, denn die Mitarbeitenden haben nicht über ihre Arbeit am ZFF sprechen wollen. «Restriktion, Tabu?» Besonders gefallen hat es den Einheimischen auf dem Sechseläuten-Platz; «tolles Wetter.»
Das Zentrum ist gelungen, die Bar und Lounge grosszügig ausgebaut, die Informationen klar und ausführlich, das Zürcher Film Festival daher etabliert. Nächstes Jahr findet die 20. Ausgabe statt. Dann wird sich erneut zeigen, welchen Anklang das Kino des ZFF, das Frame findet.
Seit 1980 findet das Filmfestival FIFF in Fribourg statt. Filme aus aller Welt zeigen sie eine Woche und bringen in ihrer Rolle als kultureller Botschafter Perspektiven und Originalität aufs Schweizer Parkett.
2023
Filme aus der Moldau zeigt das Festival im Jahr 2023. Den Namen «moldau.reisen» haben wir uns eben gesichert. Mir kommt dabei die Frage auf, ob durch die Namensänderung von Moldawien zu Moldau «ein wichtiges Stück Geschichte» abgeschüttelt wurde. Moldawien gehörte immerhin einst der Sowjetunion an. Sicherlich verhilft auch das FIFF dem Land, seine Geschichte aufzuarbeiten, einerlei ob jetzt direkt oder indirekt.
Im Programmheft wurden Botschaften aus Politik und Kultur platziert, ein Festival ist schliesslich ein Ort für Diskussionen, neue Perspektiven und Eindrücke.
Am Festival werden folgende Preise vergeben;
Grand Prix
Sonderpreis der Jury
Publikumspreis
Preis der ökonomischen Jury
Preis der Jugendjury
Critics’ Choice Award
Preis für den besten Internationalen Kurzfilm
Preis des Netzwerk Cinema CH
Preis Auslandsvisum
Prix Röstigraben.
Das Festival richtet einen Begegnungsraum für Filmemacher mit Kinoliebhabern ein, das sogenannte FIFF Forum.
Ebenso kann Filmerlebnis mit Genuss kombiniert werden. Zu erstaunlichen kulinarischen Erlebnissen lassen sich Freiburger Restaurants durch die Filme inspirieren. Die drei Hauptpartner von Restaurants sind das Cafe Culturel de l’Ancienne Gare, Les Trentenaires und die Voltar Restobar. Sie stimmen ihre Speisekarte auf das Filmprogramm ab.
2024
Im März 2024 besuchte ich erneut das Festival international du Film Fribourg und schaute mir einen Film im Filmpalast Arena an. Das ist ein herrlicher Festivalort, und es wiegte eine wunderbare Stimmung vor.
Als “neues Territorium 2024” wurde Nordmazedonien ausgewählt. Dafür sah ich mir die beiden humorvollen Filme “Balkan is not dead” und “Secret Ingredients» an.
Mehr dazu auf der touristischen Webseite zu Nordmazedonien;
Einen Roman zu lesen vermittelt fantasievolle, mitunter bildhaft originelle Eindrücke. Irgendwie schwebt dem Leser dessen Handlungsort und die Gestalt seiner Protagonisten vor, und später schaut man sich oft einen Film dazu an. Manchmal verhält es sich umgekehrt; zuerst wird der Film angeschaut und später das entsprechende Buch gekauft.
Schriftsteller und Regisseure arbeiten hier zusammen. Deren Ergebnisse dürfen nicht enttäuschen. Gleichzeitig verfügt ein Regisseur über andere Möglichkeiten und arbeitet an einer weitaus höheren Komplexität als ein Schriftsteller.
Ein Artikel der «Welt» stellt die Situation am Beispiel der französischen Filme dar, die auf Bücher von «Honore de Balzac» aufbauen.
Die Kunst profiliert sich hier dadurch, indem man sowohl die Romanhandlung in einen Film gießen konnte, und der Film dessen ursprüngliche Botschaft wiedergibt, als auch indem er rege Diskussionen zu entfachen vermag. Es soll also über den Film gesprochen werden, was zudem eine lebendig ansprechende Umsetzung erfordert.
Das Zürcher Filmfestival lädt ein. Donnerstagmorgen im Zürcher Dolder, womöglich das exklusivste Hotel hoch über Zürich mit Blick auf die Stadt.
Hotel Dolder EmpfangshalleHotel Dolder Vorfahrtsplatz
Ein kleiner Kaffee vor der Präsentation, später die Erläuterung des Programmes, darin mit ein paar Anekdoten welche Filme im Fokus stehen. Auch einiges darüber, wie schwierig es sei, VIPs nach Zürich zu holen oder über Befindlichkeiten, worauf Rücksicht genommen werden müsste.
Pressekonferenz Plenum
Das 18. Filmfestival beabsichtigt, mehr Gäste anzulocken und sich im Kanton Zürich stärker zu präsentieren. Die meisten Tickets werden an die Stadtbewohner verkauft, vor allem im Kreis 4. Jetzt folgt ein Versuch, ein Kino in Winterthur einzubeziehen.
Die Diskussion lebhaft, zum Beispiel zu den Auszeichnungen. «Wann gibt es den Icon oder das Goldene Auge? Den Juwelier möchte ich interviewen, der kommt aus Dübendorf,» alles, was ich über ihn notieren konnte.
Meine ironische Feststellung, dass die Akkreditierungskosten vielleicht bald CHF 100.- ausmachen, beantwortet jemand damit, dass es die Inflation gebe… Doch hatten wir nicht schon im letzten Jahr 70% Preissteigerungen?
Am Ende beabsichtigten die Veranstalter lediglich jenes Interview mit der Festivalleitung zu organisieren. Mehrmals hakte ich im Anschluss nach, um doch noch zu einem Interview zu kommen. Hier die Antworten:
Wir haben im vergangenen Jahr in die Weiterentwicklung unseres Medienservice investiert und das Handling für unsere Medienpartner verbessert. Neu können die Tickets online gebucht werden. Die Buchung kann ab dem Vortag bis eine Stunde vor Filmstart getätigt werden. Die umständliche Vorort-Buchung im Festivalzentrum ist nicht mehr notwendig. Akkreditierten Journalisten stehen im Hotel Ameron zudem Arbeitsplätze in Nähe des Festivalzentrums zur Verfügung, wo WiFi und Wasser kostenlos zur Verfügung stehen. Die Preise des ZFF wurden im Rahmen dieser Neuausrichtung ausserdem an die Akkreditierungskosten anderen Schweizer Festivals angeglichen.
Anmerkung: Schon zuvor waren im Bernhard Theater Arbeitsplätze vorhanden. Onlinebuchung ist in der Regel günstiger als mit Personal. Zur Preisbildung wurde zudem das Personal des Locarno Festivals angestellt, statt welches der Solothurner Filmtage, die keine Buchungsgebühr verlangen.
Der Name des Juweliers, welcher «die goldenen Augen» fürs ZFF produziert, ist Gerard Koller. Mehr Informationen zu ihm finden Sie beispielsweise hier.
Ein Interview mit Herrn Koller ist für November geplant.
Als “Frischling in der Schweizer Festivallandschaft” kündigte sich Fantoche 1995 mit seiner Erstausgabe an. Vier Gründer, Otto Alder, Frank Braun, Suzanne Buchan und Peter Hossli mochten den internationalen Animationsfilm stärken.
Ich wohne in Baden, Fantoche hat mich schon immer begleitet. Auch 2022 beläuft sich auf einen vollen Terminkalender, wieder kann ich mich nur am Rande mit Fantoche beschäftigen. «Doch vielleicht danach, sobald der Stress vorbei ist mal mit dem Machern reden.»
Fantoche gehört zu den weltweit herausragenden Festivals für Animationsfilme. Die ganze Welt reist nach Baden an, und es entstehen spannende Begegnungen in Hülle und Fülle. Das Festival umfasst via sorgfältiger Auswahl einen internationalen und einen nationalen Kurzfilmwettbewerb.
Es bestehen zahlreiche Themenblöcke. Den Eröffnungstag habe ich für mich reserviert. Ich freue mich darauf sowie auf viele weitere Fantoche Festivals.
2022 legt Fantoche den Schwerpunkt auf den Balkan, das kann dutzenden meiner Reiseprojekte helfen.
Wir freuen uns auf das Festival du Film Français d’Helvétie in Biel. Zur Ausgabe 2022 haben wir uns bereits angemeldet. Französische und französischsprachige Filme sollen vor allem in der Deutschschweiz bekannt gemacht werden. Durch die Zweisprachigkeit innert der Stadt Biel kommt gleich eine internationale Atmosphäre auf.
Beflaggung fffhKinosaal fffhT-Shirts fffh
Im Kanton Bern geht das Festival auch auf Reisen. Unsere dortigen Bekannten möchten wir bitten, die Vorstellungen zu besuchen. Diese sind deutschsprachig und haben Freude an französischen Filmen.
Das Festival du Film Français d’ Helvétie ist ein eher kleines Festival, dennoch werden drei Kinos bespielt. Überdies gibt es schöne Andenken zu erwerben. Die Organisatoren des Festivals sind sehr zuvorkommend.
Biel werden wir nächstes Jahr gern wieder besuchen, denn die Festivals-Thematiken stimmen oft mit den Sujets unserer Webseiten zu Afrika überein.
Wie zum Beispiel «Tori und Lokita», welcher die Migrationsfrage aufgreift.
Die Stühle stehen parat auf der Piazza Grande – Locarno ist im August 2022 wieder Ziel der Filmschaffenden aus aller Welt. Es ist das wichtigste Schweizer Filmfestival. Auf der grossen Piazza, grosses Kino, grosse Emotionen. Bis zu 8000 Zuschauer finden dort Platz. Grossartiges Kinoerlebnis. Der Goldene Leopard ist eine renommierte Auszeichnung für die ganze Filmwelt Europas.
75 Jahre Filmkunst und Begegnung im Tessin
Das Festival feiert 2022 seinen 75. Geburtstag. Mit abermals frischen Ideen konnte sich Locarno als anspruchsvolles Festival behaupten. Harte Arbeit statt Lobeshymnen werden hierfür immer nötig sein. Schon viele Persönlichkeiten stellten auf der grossflächigen Kinoleinwand ihre Filme vor. Spannende Reden verklangen im Nachthimmel Locarnos und bestimmt auch manch ein Film in den nächtlichen Träumen zahlreicher Zuschauer. Nun geht es fortwährend darum die Jungen für den Film zu begeistern.
Einwandfreies Handwerk ist im Filmgeschäft von essentieller Bedeutung. Derweil ein Video via Smartphone schnell erstellt ist. Doch weckt unsere mobile und klimperkleine Errungenschaft der Technik nachhaltig Emotionen, regt sie zum Nachdenken an, oder bietet sie lediglich flache Unterhaltung? Filme im grösseren Format jedenfalls sind eine phänomenale Kunst, welche eben unendlich mehr zu erschaffen vermag als lediglich zu unterhalten. Das Festival in Locarno ist eine Begegnungsstätte dafür.
Ich besuchte das Festival in Locarno zu seinem 75. Geburtstag. Bei jedem Schritt ist es spürbar, überall schwarzgelbe Dekoration in Geschäften, an Sonnenschirmen bei den Cafés, Velos und sogar öfters an den Kleidungen. Die Menschen sind äusserst freundlich. Locarno lebt für das Festival. Bürgernah, nicht elitär.
Alles wurde super organisiert. Fussgängig sind die Spielstätten von Ascona aus zu erreichen, mit Ausnahme von dem Kino «Otello». «Postbus» schafft Sonderlinien. Die zahlreichen Helfer und Besucher lassen eine stimmungsvolle Umgebung aufleben und begegnen den Filmmachern.
Ich treffe Fans, die geduldig auf ihre Stars warten, welche eine Pressekonferenz abhalten. Das Programm; eine breite Auswahl an Filmen, viele Premieren.
Internationaler Wettbewerb
Nachwuchsfilme
Kinogeschichte
Retroperspektive
Besonderheiten (Fuori concorso)
Open Doors (Impulse)
Locarno Kids (Kinderprogramm)
Woche der Kritiker (Semaine de la critique)
Panorama Swiss.
Alljährlich wird der Goldene Leopard verliehen, doch es gibt weitere Preise in Locarno.
Premio Bocclain d’Oro Locarno 2022
Ich konnte einer Preisverleihung der internationalen Filmkritik beiwohnen, an welcher vor allem unabhängige Filme belohnt wurden. «Schön, auf der Piazza San Antonio auf den Treppenstufen der Kirche als Bühne!»
Bester Film (Petite von Julie Lerat-Gersant)
Bester Dokumentarfilm (Hamlet Syndrom von Elwira Niewiera)
Beste Produktion (Annie Colèe von Nicolas Brevieère)
Bester Schnitt (E Noite na America von Ana Vaz)
Bester Schauspieler (Vaughan Murrae in Before I change my mind von Trevor Anderson)
Beste Technik (Installation SocialSun von Hito Steyerl).
Dort führte ich ein Gespräch mit einem Filmhistoriker aus China zur Frage, ob China auch Filmkultur exportieren würde. Denn der Film ”Lady of the Chinese shop” vermittelte mir diesen Eindruck. An der Preisverleihung wirkte auch der Direktor des Festivals mit, Giono A. Nazzaro.
Über das Festival haben wir einige Filme als Kulturbeiträge auf unseren Länderseiten veröffentlicht.
Es braucht den experimentellen Charakter, eine tolle Filmauswahl und dieses unverwechselbare Ambiente. Jedes Jahr wird die Piazza Grande all dem gerecht. Die Tessiner lieben das Festival, und die Besucher, die von weit her anreisen, sind begeistert.
Noch einmal nach Locarno reiste ich 2023. Freilich um erneut in die Atmosphäre einzutauchen, und um mir einen Film auf der Piazza anzusehen. Fröhlich winken Ihnen hier viele Fotos etwas weiter unten zu. Die Menschen sind offen und prima gelaunt. Locarno ist für mich eines der schönsten Filmfestivals weltweit.
Anstellen für den EinlassLiedvortrag vor PlakatenSouvenirgeschäft von ManorSaxophonspieler in LocarnoPalacinema für FachbesucherBesucherinnen Nespresso LoungeBesucherinnen in LocarnoAutosponsoring von Toyota
Auch diesmal – wie heutzutage fast immer – bewahrheitete sich die Wettervorhersage, die Pechsträhne mit dem Regen betraf alle Besucher gleichermassen. Durch vereintes Tragen dieses gemeinsamen Schicksals liess sich die Festivalstimmung trotzdem wunderbar heben. Das Hotel hatte ich schon Monate zuvor gebucht. Die Pension Olanda verfügt sogar über eine eigene Busstation.
HotelterrasseHotellounge Blick auf See
Ich übernachtete, um die Vorstellung auf der Piazza zu erleben. Doch erwarteten mich dort Regenschirme. «Unter freiem Himmel einen Film zu geniessen, ist ein wunderschönes Erlebnis, doch bitte ohne Regen! Dennoch, es war schön.»
Piazza am Abend
Ich porträtiere wieder Filme, beispielsweise unter Künstlerreisen zu den Giacomettis.
Als ich über den Wochenmarkt schlenderte zig Überraschungsmomente und Ideen; «so unendlich viele weitere Themen könnte ich hier aufnehmen & umsetzen! Aber leider fehlt mir dazu die nächsten Monate – wenn nicht Jahre – die Zeit!»
Verkäufer am Markt
Allerdings kann ich dieses Festival erneut als klasse Anlass mit starken Bildern und erbaulichen Eindrücken aufheben und wieder ausgraben, sobald die Zeit dafür reif ist.
Gleichzeitig nahm ich für mich jene Anregung auf, bei den wunderbaren Filmverleihern Trigon Film anzuklopfen.
Eine Begegnung mit Filmemachern auf dem Festivalgelände kann durchaus fesseln und sehr spannendeAspekte offenbaren. Doch möchte ich besonders zu Reisen animieren. Viele schöne Orte verfügen über Filmfestivals, die gleichzeitig lohnenswerte Reisedestinationen ausmachen. In diesem Sinne begebe ich mich weiter auf Spurensuche. Locarno setze ich auf dieser Suche immer wieder mit angenehmen Erfahrungen in Verbindung.
Pressekonferenz in LocarnoFrisst mich der Leopard?Gast bei NespressoBesucher bei Magnolia
Eine Reise für Filmfreunde nach Locarno kann ich bestens empfehlen.
Locarno am Lago Maggiore ist ein wunderschöner Ort, ein kleines Paradies. Die Filmwelt trifft hier gern ein. Heute zählt das Festival von Locarno zu den grossartigsten Filmfestivals der Welt. Diese lange Tradition wird gern honoriert.
Locarno Festival Via Franchino Rusco 1 CH-6600 Locarno
Die Grenzlandfilmtage in Selb und Asch bestehen seit 1981. Neu werden in Zusammenarbeit mit dem «Europaeum» der Universität Regensburg eine Woche später die osteuropäischen Filme gezeigt; diese ebenso in der wunderschönen und geschichtsträchtigen Donaustadt Regensburg.
Die Region von Selb vermag touristisch viel zu bieten. Als kostbarer Geheimtipp kann sie gar bezeichnet werden. Einst abgeschieden und dem Eisernen Vorhang nahe, entwickelte sich Selb zur Weltstadt des Porzellans. Heute schlüpft Selb im Herzen Europas weiterhin in die Rolle des Brückenbauers zum Osteuropäischen Film.
Spielstätte RosenthaltheaterSchaufenstergestaltung MarktplatzFilmvorführer im kleinen SaalBratwurststand und Bier
Deswegen wurden die Grenzland Filmtage gegründet. Diese machen einen Ort der Begegnung mit Filmemachern aus sowie einer tollen Auswahl von Spiel-, Dokumentar-, Kurz-, Experimental- und Kinderfilmen. Im Programmheft sind die Filme mit Informationen zu den Filmemachern und deren Crew beschrieben. Einige Höhepunkte sind für mich die Filme:
«The Helicopter» von Michael Lukachevsky, (er zeigt die harten Lebensbedigungen in Jakutien.)
«We are not dead yet» von Joanne Rakotaoarisoa, (Hoffnungen und Träume junger Ukrainer.)
«In Vino veritas» von Sylvestre Bary, (einem Pariser, der aus einem rumänischen Dorf rasch nach Paris zurück möchte).
Die Grenzland Filmtage sind unbeschwert und leicht. Gespräche mit den Filmemachern entstehen spontan, das Filmfestival ist übersichtlich. Selb ist auch ein richtiger Geheimtipp für unbeschwerte Ferien. Es sind Beiträge entstanden, die ich zudem auf den Länderseiten von Äthiopien, Rumänien, Senegal und Serbien veröffentlicht habe. Im Programm sind auch die Kontaktdaten zu den Filmmachern veröffentlicht.
Prima Anregungen für einen Urlaub in Selb bietet die Webseite Porzellanreisen;
Als Filmkulisse ist kaum eine Region in den USA so beliebt wie Utah. Das folgende Video von «Utah Tourismus» zeigt viele Beispiele aus Filmen; hier viel Spaß beim Schauen des Films.
Der Weltstar Robert Redford fand in Utah seine Heimat. 1969 kaufte er ein riesiges Anwesen und nannte es «Sundance», nach einem seiner erfolgreichsten Filme. Dort steht heute ein geöffnetes Luxushotel. Robert Redford engagiert sich diese Tage für den Umweltschutz und die Rechte indigener Völker, hier ein Foto von einer Kundgebung;
Echte Begeisterung ruft das Sundance Festival hervor, welches ebenso Robert Redford gründete. Sobald es jemand mal besucht hat, kann uns davon gern berichtet werden. Wir veröffentlichten dies für Sie in einer schönen Geschichte oder direkt via Ihrer eigens aufgesetzten Erzählung. Sowie Sie es am liebsten mögen.
Zum legendären Sundance Festival gehört ein Institut, an welcher Stelle Filmemacher ihr Handwerk erlernen. Nachfolgend nochmals «Sundance» zum Anklicken;
Der Flughafen von Con Air, ein Klassiker ist heute noch erhalten, inklusive Turmbesichtigung. Auch über 20 Jahre nach Filmdreh kann der Ort sofort wiedererkannt werden. Mit Sicht auf seine zahlreichen markant-schönen Landschaftsstriche sichert Utah pure Freude zu.
Wir organisieren gern eine Reise nach Utah. Auf unserer Webseite zu Reisen nach Amerika finden Sie Informationen zu jenem Staat, auf wessen Grund und Boden der Wilde Westen erwacht. Sie erwartet eine atemberaubende Natur;
Solothurner Filmtage, die Société Suisse des Acteurs lädt ein zum Brunch. Thema; «Behinderte» und Filme. Wie werden «Behinderte» dargestellt, Integration, Inklusion, Separation, Ausgrenzung? Oft werden Behinderte separat, als jene, die in der Gesellschaft «anders» sind, gezeigt. Angeboren?
Nein, jeder kann von einer Behinderung betroffen sein, durch einen schweren Unfall oder eine auftretende psychische Störung. Plötzlich ändert sich das Umfeld, der Job geht verloren, die Beziehung bricht auseinander, es türmen sich neue Hindernisse auf, ein sozialer Abstieg beginnt.
Diese Punkte sprach ich in der Diskussion an. Ein wenig betrachtete ich dabei mein Leben, doch deswegen wurde ich insgesamt kein unglücklicher Mensch. Ein Mensch vermag sich anzupassen, sich neue Strukturen zu schaffen und sein Leben neu zu gestalten.
Filmemacher sind meist nicht handicapiert, sie grenzen solcherlei gern gedankenlos aus. Dennoch bestehen ermunternde Beispiele wie Tommaso Donati. Er ist aus dem Tessin und zeigt die Menschen aus verschiedensten Blickwinkeln. Neben ihm als Gesprächspartner sprach Achim Haettich von der Hochschule für Heilpädagogik. Er möchte unbedingt mehr Behinderte zum Besuch der Kinos anregen. «Äußerst spannend empfand ich den Kinobesuch mit Blinden, verlieh er mir doch eine ganz andere Sichtweise!»
Die betrachteten Filme tun gut daran, «die Behinderten» als Teil der Gesellschaft zu integrieren. Daraus entstehen spannende, sinnreiche und gehaltvolle Geschichten. Sie können Betroffenheit wecken, unsere Menschlichkeit widerspiegeln und Anregungen für die Politik schaffen. Auch können sie uns dazu ermutigen, niemals aufzugeben, was wirklich, wirklich persönliche Freude bereitet; gehen doch gerade sogenannte Behinderte mit schönem Beispiel voran, genau darin nicht aufzugeben.
„Eine der Grundregeln des Universums ist, dass nichts perfekt ist. Perfektion gibt es nicht einfach … ohne Unvollkommenheit würden weder Sie noch ich existieren.“ Zitat von Stephen Hawking
Nachführend möchte ich aber noch einige weitere Gedanken verdeutlichen: Was bedeutet Behinderung? Eine selbst erschaffene Realität, genauer, die Erlebniswelt unserer Gesellschaft erlaubt es Menschen mit «Behinderungen» nicht, selbstständig mit sogenannt Nichtbehinderten im «normalen» Alltag mithalten zu können. Lebten wir «Gesunden» in einer anderen Realität, so könnten wir möglicherweise im Gegensatz zu «Behinderten» nicht mithalten. Wir wären dann wohl «die Behinderten». Zudem schränken hier pauschalisierte Deutungen und Wertungen, – aus unserer Gesellschaft herrührend -, nochmals ein, behindern uns damit alle ein Stück weit zusätzlich. Dazu noch ein Beispiel aus meiner Kindheit: Ich kenne etliche Gehörlose. Da diese durch das Fehlen des Gehörs umso mehr auf ihre Beobachtungssinne angewiesen sind, sind diese Beobachtungssinne weit mehr ausgeprägt als jene von Hörenden. Manchmal waren gehörlose Kinder und hörende Erwachsene mit mir im Auto unterwegs, als ich selbst ein Kind war. Immer als wir uns verfahren hatten, konnten die Gehörlosen innert Sekunden erklären, wo wir durchgefahren waren und wo nicht. Dadurch gelangten wir bald wieder auf der richtigen Straße. Alle Hörenden im Auto waren diesbezüglich hingegen ahnungslos. Da wir oft lange Strecken hinter uns legten, konnte ich diese Gabe mehrmals beobachten. Eines meiner Lieder zum Thema;