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Lebendige Technik im Museum für Kommunikation

Das ehemalige Postmuseum in Bern ist zum Museum für Kommunikation ausgebaut. Filme werden dort zu Präsentationen eingesetzt. Das Publikum wird intensiv einbezogen.

Im Filmkaraoke kann getestet, wie gut die schauspielerischen Leistungen sind, Mimik und Haltung sollen nachgemacht werden. An einer anderen Station kann in der Stadt Bern interagiert werden. Schliesslich gibt es viele Animationen, die die Kommunikation im Alltag beleuchten.

Das Museum bietet Inspiration sich mit Kommunikation auseinanderzusetzen. Auch Sprache und Kultur wird beleuchtet, viele Spielmöglichkeiten setzen Fantasie frei.

Jedes wird eine grosse Wechselausstellung vom Team des Museums vorbereitet. Da wird viel mit visuellen Medien, aber auch mit Menschen. Im Museum gehen die Mitarbeiter auf die Besucher zu oder führen kurze Theaterstücke. Für Filminteressierte, ein gutes Museum.

Museum für Kommunikation
Helvetiastr. 16
CH-3000 Bern

+41 31 357 55 55
communication@mfk.ch
mfk.ch

Öffnungszeiten:
Dienstag-Sonntag 10-17 Uhr

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Sprechende Bilder aus Wurlitz

1826 ist durch Joseph Nicephore die Fotografie entstanden und erst 70 Jahre später gelang es den Gebrüdern Lumiere den Film zu produzieren. Doch ein Element fehlte, der Ton. Im beschaulichen Ort Wurlitz hat Hans Vogt das Verfahren entwickelt.

Der Sohn eines Schmiedes überlegte den Ton auf die Filmrolle aufzuzeichnen. Es dauerte 14 Jahre und es wurden viele Patente angemeldet, bis er mit Joseph Massolee und Joe Engl die Gesellschaft Tri-Ergon gründete und das Tonfilmverfahren entwickelte.

Nochmals drei Jahre dauerte es bis im Berlin Alhambra Kino der erste Film aufgeführt wurde, bei den Bild und Ton synchron abliefen. Die Idee dahinter, der Ton wurde in elektrische Frequenzen umgewandelt, die auf eine raffinierte Art mit der Bildspur synchronisiert wurde.

Doch die Filmstudios hatten wenig Interesse, alles war auf Stummfilm aufgebaut und die Erfindung wurde erstmals versenkt und die Rechte wanderten in die Schweiz. Die UFA produzierte zwei Jahre später einen Tonkurzfilm, wieder ein Deaster, der Ton versagte bei der Uraufführung komplett.

Schliesslich kaufte die amerikanische Fox die Rechte und produzierte «The Jazz Singer», dabei koppelten sie Kinematograph und Grammophon. Doch wenig später besannen sich deutsche Ingenieure wieder auf die Wurzeln und der Film «Ich küsse Ihre Hand, Madame» am 16. Januar 1929 sorgte für den Durchbruch.

Einer der Erfinder ging zu Fox, der andere blieb beim deutschen Film und es gab den Tonfilmfrieden, der die Märkte aufteilte. Der dritte Erfinder gründete in Passau die Sumida AG und kümmerte sich um Hochfrequenzspulen und damit bessere Hörqualitäten.

Ausstellung:
Museumszentrum Rehau
Maxplatz 5-9
D-95111 Rehau

+49 9283 2026