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Verfilmung von Romanen

Einen Roman zu lesen vermittelt fantasievolle, mitunter bildhaft originelle Eindrücke. Irgendwie schwebt dem Leser dessen Handlungsort und die Gestalt seiner Protagonisten vor, und später schaut man sich oft einen Film dazu an. Manchmal verhält es sich umgekehrt; zuerst wird der Film angeschaut und später das entsprechende Buch gekauft.

Schriftsteller und Regisseure arbeiten hier zusammen. Deren Ergebnisse dürfen nicht enttäuschen. Gleichzeitig verfügt ein Regisseur über andere Möglichkeiten und arbeitet an einer weitaus höheren Komplexität als ein Schriftsteller.

Ein Artikel der «Welt» stellt die Situation am Beispiel der französischen Filme dar, die auf Bücher von «Honore de Balzac» aufbauen.

https://www.welt.de/kultur/kino/article242895083/Verlorene-Illusionen-Warum-das-Kino-nicht-fertig-wird-mit-Honore-de-Balzac.html

Die Kunst profiliert sich hier dadurch, indem man sowohl die Romanhandlung in einen Film gießen konnte, und der Film dessen ursprüngliche Botschaft wiedergibt, als auch indem er rege Diskussionen zu entfachen vermag. Es soll also über den Film gesprochen werden, was zudem eine lebendig ansprechende Umsetzung erfordert.

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Lebendige Technik im Museum für Kommunikation

Das ehemalige Postmuseum in Bern ist zum Museum für Kommunikation ausgebaut. Zu Präsentationen werden dort Filme eingesetzt. Intensiv wird das Publikum einbezogen.

Im Filmkaraoke kann getestet werden, wie gut die schauspielerischen Fähigkeiten sind; Mimik und Haltung sollen nachgeahmt werden. An einer anderen Station kann mit zahlreichen Realitäten der Stadt Bern interagiert werden. Schliesslich bestehen etliche Animationen, die alltägliche Kommunikationsformen beleuchten.

Mit visuellen Animationen, Bildern, Fotos, alten und neuartigen Gerätschaften inspiriert das Museum dazu, sich mit dem Thema Kommunikation und verschiedenen Kommunikationsarten auseinanderzusetzen. Auch die beiden Themengebiete Sprache und Kultur beinhaltet das Thema Kommunikation und werden beleuchtet. Zudem setzen vielerlei Spielmöglichkeiten die Fantasie der Besucher frei.

Jährlich bereitet das Museumsteam eine große Wechselausstellung für die Zeit zwischen November und Juli vor. Fleißig wird hierfür mit visuellen Medien, aber auch Menschen zusammengearbeitet. Im Museum gehen die Mitarbeitenden auf die Besucher zu, oder Mitarbeitende führen sogar kurze Theaterstücke auf.
Ein prima Museum Für Filminteressierte;

Museum für Kommunikation
Helvetiastr. 16
CH-3000 Bern

+41 31 357 55 55
communication@mfk.ch
mfk.ch

Öffnungszeiten:
Dienstag-Sonntag 10-17 Uhr

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Sprechende Bilder aus Wurlitz

1826 entstanden durch Joseph Nicéphore Niépce die ersten Fotografien, und erst 70 Jahre später gelang es den Gebrüdern Lumière den ersten Film zu produzieren. Doch ein Element fehlte, der Ton. Der Sohn eines Schmiedes überlegte, den Ton auf eine Filmrolle aufzuzeichnen: Im beschaulichen Ort Wurlitz entwickelte Hans Vogt ein Verfahren, das den ersten Lichttonfilm bildete.

Es dauerte noch 14 Jahre – inzwischen wurden zig Patente angemeldet – bis Hans Vogt mit Joseph Massolee und Joe Engl die Gesellschaft Tri-Ergon gründete und das Tonfilmverfahren entwickelte.

Nochmals drei Jahre dauerte es, bis im Berlin Alhambra Kino der erste Film aufgeführt wurde, in welchem Bild und Ton synchron abliefen. Die Idee dahinter war, den Ton in elektrische Frequenzen umzuwandeln, die auf raffinierte Weise mit der Bildspur synchronisiert werden.

Doch die Filmstudios zeigten wenig Interesse, denn alles war seit langem auf Stummfilm aufgebaut. Die Erfindung versenkte man daher erstmals, aber die Rechte dafür wanderten in die Schweiz. Die UFA produzierte zwei Jahre später einen weiteren Tonkurzfilm; wieder ein Desaster, der Ton versagte komplett während der Uraufführung.

Schliesslich kaufte die amerikanische Fox die Rechte und produzierte «The Jazz Singer«, dabei koppelten sie den Kinematographen an das Grammophon. Doch wenig später besannen sich deutsche Ingenieure wieder auf die Wurzeln des Films. Doch die Stummfilmoperette «Ich küsse Ihre Hand, Madame» sorgte am 16. Januar 1929 anhand einer Tonfilm-Einlage und eines Kurzfilms im Vorprogramm für den Durchbruch des Tonfilms.

Einer der Erfinder wechselte zu Fox über, ein anderer blieb beim deutschen Film. Es kam zum Tonfilmfrieden, der die Märkte aufteilte. Der letzte der drei Erfinder, nämlich Hans Vogt selbst gründete in Passau die Sumida AG und kümmerte sich um Hochfrequenzspulen und damit um bessere Hörqualitäten.

Ausstellung:
Museumszentrum Rehau
Maxplatz 5-9
D-95111 Rehau

+49 9283 2026